Unser Weg führte uns anschließend ins Landesinnere zurück, vorbei an Tower Hill, einem Game Reserve, wo uns erstmals Emus begegnen. Emus sind quasi die australischen Strauße. Sie gehören auch der gleichen Familie an, sind aber etwas kleiner. Sie sind ca. 1,60cm bis 1,90cm groß und wiegen zwischen 30kg und 45kg. Diese flugunfähigen Laufvögel sehen wir im Laufe der nächsten Tage immer mal wieder. Und by-the-way: sie sind genauso verpeilt wie Strauße, denn bei jeder Autohupe heben sie verwirrt den Kopf 😉

Emus1 Emus2

Abends können wir in unserer Unterkunft noch ein paar weitere Tiere bestaunen: Ein fetter Emu frisst Brot aus der Hand und bei Dämmerung lassen sich Papageien, Wallabies und Kängurus blicken.

Mel und das Emu

kanguru Känguru

Papagai

Wir haben eine richtig schöne Tour geplant, bei der auch viel geklettert wird. Da sich die Temperaturen nach wie vor um 42ºC bewegen, starten wir früh morgens um 7 Uhr zu den Pinnacels. Gut 2km geht es bergauf, vorbei an wunderschönen Bergmassiven, auf denen immer wieder Bäume und Gras wachsen. Viele Berge haben wir in der Vergangenheit im Nebel gesehen, diese Berglandschaft eröffnet sich uns bei voller Sicht im Sonnenschein. Als wir oben ankommen, liegt uns das Tal zu Füßen und die Feld- und Seenlandschaft ergißt sich in weiter Ferne soweit das Auge reicht. Es riecht auch überall so lecker – ein bißchen nach Rosmarin, Basilikum und Wald bei Regen. Einfach toll!

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pinnacles 9 pinnacles Mel auf dem Weg

Pinnacles ingo und mel

Auf unserem Weg zu den Balkonen, die ebenfalls einen tollen Blick bieten sollen, entdecken wir eine dunkle Wolke. Regen, denken wir, das tut dem trockenen Land mal gut. In der letzten Nacht hat es auch ein wenig geregnet und die Luft erfrischt. Nach gut zwei drittel des Weges kommen uns ein paar Australier entgegen, die freundlich fragen, wohin wir möchten. Als wir das Ziel angeben, raten sie uns zur Eile, denn es gibt eine Feuerwarnung. Man soll sich möglichst schnell in den Ort begeben. Wir wollten eigentlich noch zu den McKenzie Wasserfällen….und während wir noch so überlegen, segelt neben uns die Asche aus der Luft. Als wir uns umdrehen sehen wir das der einstieg blaue Himmel sich dunkel gefärbt hat. Okay, nix wie ab ins Dorf. Auf dem Rückweg begegnen wir noch ein paar Wanderern, denen wir auch zur Umkehr raten. Bei der Runterfahrt kommt uns ein Polizeiwagen entgegen, um den Berg zu evakuieren. Wir fahren erst einmal zu unserer Lodge, denn Ted, der Besitzer ist bei der Feuerwehr. Er teilt uns mit: Don’t worry, you are safe! Allerdings sollen wir die McKenzie Wasserfälle meiden, denn 5km weiter wütet das Feuer (naja, der Weg ist jetzt eh polizeilich gesperrt).

feuer Feuer1

Der gestern noch so wuselige Ort Halls Gap im Herzen der Grampiens wirkt wie ausgestorben. Abends wandern wir noch auf den Mount William. Der Himmel ist immer noch dunkel gefärbt und die Feuer wüten. Vorsorglich packen wir unsere Tasche, damit es im Alarmfall schnell gehen kann. Die Nacht bleibt ruhig, aber als wir morgens gemütlich in unsere Nutella-Brote beißen und Kaffee trinken, sind die Nachrichten beherrscht von den mittlerweile ungefähr hundert Feuer im Bundesstaat Victoria. Die Nachbarorte sind bereits evakuiert und heute wird auch Halls Gap evakuiert, da das Feuer sich durch Windwechsel gegebenenfalls ausbreiten kann. Per Handy erhalten wir auch eine Warnmeldung, spätestens bis 3h Nachmittags den Ort zu verlassen…Puh, ab in Wagen und ab zur Küste.

Eine Antwort zu „Grampians”.

  1. Au backe, das ist ja wie im Film.
    Passt schön auf euch auf.
    Wir wollen euch nicht geröstet zurück!

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