Abu Dhabi, eine Stadt wie aus 1001 Nacht – naja, eher aus 1001 Baustelle… In der Tat wird hier zur Zeit viel gebaut. Bis zum Jahr 2030 möchten sie die Weltstadt werden. Fläche gibt es genug, denn es ist die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate und verfügt über 80% der Landmasse. Falls doch noch Platzbedarf bestehen sollte, wird einfach ein wenig Wüstensand im Meer aufgeschüttet.
Zur besseren Erkundung steigen wir in den Big Bus, ein roter Doppeldecker-Bus, der anderswo Hop on – Hop of heißt. Die Türme der Etihad Tower ragen zwischen 217 und 305 Meter hoch in den Himmel und sind schon von Weitem zu sehen. Auch hierdrin befindet sich wieder eine Einkaufspassage mit den großen Designern der Welt. Weiter geht es zum Emirates Palace. In diesem Luxushotel werden pro Jahr 5 kg essbares Gold in Cappuccinos, Kuchen, Salaten, etc. verarbeitet. Bei Klavier- und Querflötenmusik genießen wir unseren Kaffee im Luxushotel. Dazu wird standesgemäß und kostenlos Gebäck gereicht. Da rentiert sich dann auch der Preis von 8 Euro pro Kaffee wieder 🙂
Im Heritage Village wird das ursprüngliche Leben des Wüstenvolkes nachgestellt. Im Sommer hat man luftige Holzhütten zum Kühlen benutzt, im Winter Zelte aus Schafs- und Ziegenhaar zum Wärmen. Handwerksberufe wie Glasblaser, Töpfer, Rundsebelschmied und Lederer haben auch in der heutigen Zeit noch Bedeutung. Die Luft ist gefüllt mit feinen Sandpartikeln, denn es ist Sandsturmzeit. Es sieht aus wie Smog. Überall sind Straßenarbeiter dabei, die Straßen und Bürgersteige von dem feinen Sand zu befreien. Eine echt aufwändige Arbeit – zumeist von Indern verrichtet.
Das Highlight kommt wie immer zum Schluß: die große Moschee des Scheich Zayed. Vier Minarett-Türme schmücken den Platz. Wir erfahren von unserem Guide Mohammed (wie könnte er auch anders heißen ;-)), dass die Größe der Moschee die Anzahl der Minarette bestimmt. Die Moschee hat 82 Dome (Kuppeln) im Inneren und noch mal 28 Weitere im Außenbereich. Sie ist aus weißem, italienischem Mamor gefertigt. Bevor wir die Moschee betreten, muss Mel sich verhüllen. Schaut schon nett aus! Als wir unseren Guide nach der Verhüllung befragen teilt er uns mit, dass dies zum Schutz geschieht, denn der Mann möchte die Schönheit seines weiblichen Juwels vor neidischen Blicken schützen. Aber warum tragen Männer eigentlich ein weißes und Frauen ein schwarzes Gewand? Auch darauf weiß Mohammed eine Antwort: Früher war das Ernten und Sammeln von Perlen eine Haupteinnahmequelle. Hierfür mussten viele Männer oft wochenlang ihre Frauen und Kinder allein lassen. Ein paar wenige Männer hatten die Aufgabe inne, über die Frauen zu wachen. Sofern Gefahr drohte, konnten die Frauen mit ihren schwarzen Gewändern in der Dunkelheit leichter flüchten und die Männer mit ihren weißen Gewändern die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Die Böden der Moschee sind mit Blumeneinlegearbeiten gefertigt. Im südlichen Teil die Blumen der südlichen Hemisphäre und im nördlichen Teil die der nördlichen Hemispähre. Es gibt fünf verschiedene Kronleuchter. Der Schwerste wiegt 12 Tonnen und wird mit einer innenliegenden Leiter gereinigt. Er ist umgeben von mehr als einer Million Swarowski-Christallen. Die Wand in Richtung Mekka ist mit einer gold-weißen Nische versehen, umgeben von 99 Sternen die alle Namen für Gott bzw. Allah beinhalten. Da es aber zig weitere Namen gibt, ist ein Stern für 1 bis n-Namen offen geblieben. Eine schöne Idee!
















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