Damit wir zurück nach Manila nicht wieder den Bus nehmen müssen, buchen wir einen Rückflug. Einen Flug online buchen ist hier ein ziemlicher Akt. Ingo, der ja vom Fach kommt, hat bei weitem nicht mit so einem Aufwand gerechnet. Denn die direkte Bezahlung mit Kreditkarte wie wir es kennen, war wegen sämtlicher Sicherheitcodes, die dabei abgefragt werden, nicht möglich. Also musste wieder das Hotelpersonal mit eingebunden werden. Ein Concierge erbot sich, den Flug zurück nach Manila für uns zu buchen. Tat es und versicherte uns, alles sei nun sogar schon von der Fluggesellschaft bestätigt. Nur die Bezahlung müßte leider über ein sogenanntes Payment Center erfolgen, eine Bank oder halt die Fluggesellschaft. Erfolgt keine Bezahlung am Buchungstag, verfällt die Buchung. Also machte Ingo sich mit drei Bediensteten des Hotels auf zum Flughafen, um den online gebuchten Flug zu bezahlen. Am Flughafen angekommen, stellte er leider fest, dass der Service-Schalter der Fluggesellschaft schon geschlossen hatte. Doch zum Glück hat einer der begleitenden Hotelangestellten mal in einer Reiseagentur gearbeitet, die sich in der Nähe des Flughafens befindet. Dort konnte Ingo dann auch endlich sein Geld los werden. Puh, das ist ja nochmal gut gegangen.
Lgazpi ist für zwei Dinge bekannt: die Walhaie und den Mount Mayon. Beide Wahrzeichen sind auch auf dem 100 Peso-Schein abgebildet.
An unserem zweiten Tag buchen wir uns eine Tour nach Donsol, um die Walhaie zu sehen. Walhaie gehören zur Gattung der Fische (Haie), nicht zu den Säugetieren (Wale). Sie können bis zu 20 Meter groß werden und sind damit der größte Fisch der Welt. Die sanften Riesen sind Planktonfresser und für den Menschen ungefährlich. Den größten Wal, den Blauwal, haben wir in Monterey einmal bewundern können, daher steht die Begegnung mit dem Walhai ganz oben auf unserer Todo-Liste. Leider ist das die Natur oder auch das Glück nicht gut gesonnen und wir fahren ohne Sichtung vier Stunden in den Gewässern von Donsol. Tief enttäuscht kehren wir zurück. Naja, man kann nicht immer Glück haben im Leben 😮 Natürlich geben wir aber nicht auf, denn sie wurden in Legazpi gesichtet. Relativ überstürzt begeben wir uns auf eine kleine Barque und haben Glück, denn ein ‚kleiner‘ Walhai von ca. 3m (immerhin um einiges größer als unser Boot) taucht mehrmals neben unserem Boot auf. Ein schier mystisches Erlebnis!
Häufig ist der Mount Mayon, der aktivste Vulkan der Philippinen, in Wolken gehüllt. Während Mel sich der Schönheitspflege widmet und den Berg vom Pool betrachtet, erkundet Ingo ihn mit einem Quad. Wegen der hohen Aktivität des Vulkans kommen leider immer wieder unvorsichtige Menschen durch herumfliegende Lavabrocken zu Tode. Daher ist Vorsicht geboten und man sollte nur bis zu 2.100 Fuß (ca. 700m) Hohe an den Vulkanberg heran. Dennoch ist es ein außergewöhnliches Erlebnis für Ingo, es geht bergab und bergauf, durch Lavaseen, -flüsse und -schluchten. Plötzlich bleibt Ingos Quad liegen. Eine Überbrückung per Starthilfe bringt leider nix, daher muss ein neues Quad her. Nach philippinischer Zeitangabe werden für die Beschaffung 10 Minuten veranschlagt und nach einer halben Stunde sieht man auch schon eine nahende Staubwolke durch vulkanische Asche den Berg hinaufkriechen. Nach kurzem Wechsel geht es ausgeruht weiter den Berg hinauf. Der Anblick von oben ist schier überwältigend!
Der Mount Mayon hat mit seinem Ausbruch als positiven Effekt den südlichen Zipfel von Manila geformt. Leider hat er auch immer wieder für Schaden gesorgt, so hat er z.B. die Zugverbindung nach Manila unter sich begraben. Die schöne Kirche von Casagwa, einem kleinen Dorf unterhalb des Vulkans, hat er ebenfalls zerstört. Nur der Kirchturm der alten Kathedrale von Casagwa ist geblieben. Die Kirche wurde übrigens fast originalgetreu wieder aufgebaut – knapp zwei Kilometer weit entfernt. Eine tolle neue Kathedrale.








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