…gehören zum Weltkulturerbe und sind über 2.000 Jahre alt. Aber davon später mehr.
Früh morgens soll es los gehen. Zum Wachwerden ist eine Dusche perfekt. Schade nur, wenn sie nicht funktioniert. Okay, Anruf bei der Rezeption und beim Hauskeeping und beim Techniker und persönlicher Besuch vor Ort, weil das mit dem Anrufen nicht so richtig klappt. Die Mühlen mahlen hier ein wenig langsamer und wir gehen gerne erstmal zum Frühstück. In der Zwischenzeit schaut sich der Mechaniker in unserem Zimmer die Dusche an. Als wir zurück kommen, steht das Zimmer unter Wasser – allerdings ohne Mechaniker. Naja, wenigstens geht die Dusche wieder 😮
Vor dem Hotel wartet schon unser privater Jeepney (öffentlicher Bus)! Seit wir auf den Philippinen sind, bestaunen wir die tollen Fahrzeuge, die mit viel Liebe zum Detail von dem jeweiligen Besitzer leidenschaftlich hergerichtet werden. Denn anders als bei uns, sind sie Privateigentum der jeweilige Philippiner. Von einer Fahrt mit dem witzigen Gefährt hat man uns bisher immer abgeraten, da Raubüberfälle keine Seltenheit sind. Heute dürfen wir nicht nur mitfahren, sondern auch noch auf dem Dach Platz nehmen. Wahrscheinlich haben sie das nur zum Spaß gesagt, denn die Dorfbewohner schauen irritiert, winken uns freudig zu oder machen sogar Fotos als wir durch Banaue fahren. Die Aussicht von oben ist irre und wir können uns an der Landschaft und dem Gewusel um uns herum nicht satt sehen. Zwischenstopp wegen Reifenpanne. Diesmal müssen wir aber wenigstens nicht selbst Hand anlegen.
Nach der anderthalbstündigen Fahrt sind wir total durchgerüttelt und -pustet. Mit unserem Tourguide wollen wir die Reisfelder von Batad erkunden. Da wir fit sind, dürfen wir die große Runde gehen. Erst bergab und dann steil wieder bergauf, kraxeln wir zum oberen Rand der Reisfelder. Wir balancieren um die einzelnen Reisfelder herum, immer mit Blick auf die Füße, denn ein falscher Tritt befördert uns in das ca. 2-3 m unter uns gelegene, schlammige Feld. Vor uns eröffnet sich ein gigantischer Ausblick über die wie ein Amphitheater angelgegten Reisterassen. Irre!
Der Reis wird organisch angebaut, d.h. ohne chemische Mittel. Arg zu kämpfen haben die Besitzer mit Schnecken, die sich auf den Halmen einnisten (pinkfarbene Eier) und die Gräser beschädigen. Hier hilft nur ein Entfernen per Hand oder die gesamte Terasse auszutrocknen. Es ist aber nicht auszuschließen, dass die Plagegeister wiederkehren. Gegen die Vögel werden Plastiktüten auf Pfähle gebunden und in die Terassen gesteckt. Für die Bepflanzung und Ernte gibt es vier Zeiträume: Oktober bis Janurar wird gesäubert bzw. natürlich gedüngt, Februar bis März wird gesetzt, April bis Mai wächst der Reis und im Juni bis August wird geerntet. Danach fängt die Regenzeit an, in der durchaus Taifune über die Felder wehen. Bis dahin sollte die Ernte eingeholt sein. Die Feldarbeit überlassen die Männer übrigens ihren Frauen, daher haben die Frauen hier auch einen sehr hohen Stellenwert. Für eine ’normale‘ Frau muss der Mann zur Verlobung 2 Schweine besorgen und bei der Hochzeit ca. 15 Stück. Eine Frau mit Reisfeld ist bis zu 25 Schweine wert. Sollte sie allerdings auf die Idee kommen sich scheiden zu lassen, muss sie dem Mann ebendiese Anzahl an Schweinen zurückgeben, der sich dann davon eine neue Frau kaufen kann. Tja, das läuft ein wenig anders als in Deutschland. Da haben wir ja noch mal Schwein gehabt 😮












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