In Singapur gab es vier große Völker: Chinesen, Malayen, Inder und Eurasier. Mittlerweile sind natürlich noch einige Europäer hinzugekommen. 😉 Einige Viertel haben sich die Überbleibsel der Bewohner bewahrt. Wir wohnen im Osten der Stadt, direkt im malayischen Viertel. Es ist sehr gemütlich mit wunderschönen kleinen, bunten Häusern.
Singapur zu besuchen und die Shopping-Meile schlechthin auszulassen geht nicht, also ab zur Orchad Road. Hier reihen sich die Malls und Designerläden aneinander und der Reichtum von Singapur wird deutlich. Man muss aufpassen, um sich nicht zu verlaufen, denn für jegliche Straßenüberquerung muss man unterirdisch entlanglaufen und dort geht das Shoppingparadies in alle Himmelsrichtungen weiter.
Abends steht noch ein ganz besonderes Erlebnis an, denn wir sind zur Hochzeit von Rachels Bruder eingeladen. Die Feier findet in dem 5Sterne-Hotel Conrad statt. Der Saal und die Tische sind festlich mit Gold und weißen Rosen geschmückt. Sehr schön! Ganz herzlich werden wir von dem Brautpaar und den Brauteltern begrüßt. Wir sitzen an einem Tisch mit einem deutsch-asiatischen Pärchen, da ist schnell für Gesprächsstoff gesorgt. Als alle Personen sitzen, öffnet sich die Tür und die süßen Blumenkinder streuen rosa Blüten. Shawn (Blumenjunge) und Bryan (Türöffner) sehen im Anzug hinreìßend aus! Das Brautpaar schreitet, von Musik begleitet und von Trockeneis-Nebel umgeben, in den Saal. Sie sehen so schön und glücklich aus!
Kurze Zeit später beginnt das Essen, bestehend aus neun Gängen eines asiatischen Menüs. Wir kosten Dinge, von denen wir gar nicht wußten, dass es sie gibt. Alles schmeckt superlecker – sogar Mel schlemmt sich durch die Fischgerichte. Einzig verschmäht von uns wird die Seegurke. Nachdem wir diese komischen, glibberigen Tierchen schon ein paar mal im Wasser beobachten konnten, bekommen wir das nicht herunter. Delikatesse hin oder her.
Zwischen den Gängen werden Filme mit Fotos gezeigt. Zunächst das Leben der Beiden und anschließend Hochzeitsfotos. Hier ist es üblich, im Vorfeld Hochzeitsfotos mit verschiedenen Outfits an unterschiedlichen Orten anzufertigen. Mittendrin verschwindet das Brautpaar und erscheint kurze Zeit später in einem neuen Outfit wieder im Saal. Eine herrliche Sitte! Das hätte Mel auch gefallen 🙂
Auf der Bühne wird Champagner geköpft und in eine Glaspyramide eingegossen. Die enge Familie gesellt sich zu Anstoßen auf die Bühne – Yam Seng (=Prost!). Zum Wohl des Brautpaares wird ganz laut gerufen. Ein irres Erlebnis für uns!




















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