Am nächsten Morgen erkunden wir die Stadt. Hierzu nutzen wir die legendären kleinen Trams, die kreuz und quer durch die Stadt rattern. Für ein paar Hongkongdollar (umgerechnet nur ein paar Cent) kann man in der ganzen City herumfahren. Anläßlich des neuen Jahres ist die ganze Stadt bunt geschmückt mit Orangenbäumen und Kirschblüten in goldenen Trögen. Hong Kong ist eine riesige Stadt, in der sich ein Hochhaus an das Nächste reiht, und überall laufen Menschen umher. Kein Wunder, denn die Stadt hat 7mal so viele Einwohner wie Köln, ist dabei aber 100 Quadratkilometer kleiner. Spannend bei dem Hochhausbau ist, dass bei jeder Konstruktion Feng Shui eine wichtige Rolle spielt. Zur Bauplanung werden spezielle Meister hinzugezogen, um die Harmonie zwischen dem Gebäudekomplex mit seiner Umgang und den Menschen in Einklang zu bringen. Vom Gesang angelockt platzen wir in einen christlichen Open-Air Gottesdienst, in den wir freundlich mit einbezogen werden. Mit wehenden Taschentüchern wird das neue Jahr begrüßt. Hier in Asien sind Christen natürlich auch eher eine Ausnahme.
Wir setzen mit der Fähre über nach Tsim Sha Tsui. Dort sind alle wichtigen und bekannten Designer angesiedelt: Gucci, Versace, Burberry, Escada, Armani, usw.. Bei der amerikanischen Firma Coach stehen die Asiaten sogar Schlange.
Es wimmelt vor Menschen, denn hier startet die legendäre Neujahrsparade. Gerne nehmen wir eine zweistündige Wartezeit für einen Platz in der ersten Reihe in Kauf. Es ist gigantisch! Rote Drachen ziehen an uns vorbei und laufen immer wieder auf die Menschen zu, die diese mit Begeisterung anfassen. Denn einen Drachen zu berühren bringt Glück. Kleine Mädchen mit Lufballons tanzen vorbei und lächeln uns winkend zu, ein Disney-Wagen mit Mickey und Donald darf natürlich auch nicht fehlen. Unsere holländischen Nachbarn radeln standesgemäß mit Tracht und Holzschuhen auf dem Fahrrad daher, dicht gefolgt von free-style Einradfahrern. Besonders eindrucksvoll wirkt das ganze durch die bunten Lichter. Fast zwei Stunden lang dürfen wir dem lebendigen Treiben folgen, bis wir uns auf den Heimweg machen. Ein irres Erlebnis!









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