Neben dem Uluru und den Olgas gibt es noch ein weiteres Highlight im roten Zentrum, den Kings Canyon. Er ist bisher noch nicht so bekannt, wird es aber sicherlich in den folgenden Jahren werden. Die Ureinwohner vom Stamm Luritja, die in diesem Canyon gelebt haben, nannten ihn ‚Watarrka‘ und diesen Namen trägt er auch heute noch offiziell.

Abends kehren wir am Kings Canyon Resort ein, um noch pünktlich den Sonnenuntergang mit Blick auf den Canyon zu genießen. Ein kleiner Kuchenplattenkäfer (pie dish beetle) trollt sich des Weges. Die ungewöhliche Form seines nach außen geneigten Panzers schützt ihn vor Angreifern und kann Wasser aus der Luft auffangen.

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Die Unterkunft lässt leider zu wünschen übrig, aber Auswahl gibt es hier nicht. Naja, für eine Nacht kein Problem und das super nette Personal und gute Essen entschädigt für vieles.

Um 5h morgens brechen wir auf zur Besteigung des Canyons, einer Wanderung durch das großartige Werk der Erosion. Der Aufstieg und die Umrundung sind mit ca. 3,5 Stunden angesetzt und der Weg ist mit Auf- und Abstiegen über 7km lang. Überall stehen Schilder mit Warnhinweisen ausreichend Wasser einzupacken, damit man nicht dehydriert. Notruftelefone stehen auch bereit.

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Um 6.15h soll die Sonne aufgehen. So, wir sind da, aber die Sonne nicht 😮 Naja, so bleibt es etwas kühler und angenehmer. Man sieht auch ohne sengende Sonne genug und wir können uns gar nicht satt sehen an der irren Landschaft! Nach dem ersten steilen Aufstieg klafft die Schlucht 270m steil herab.

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Der folgende Weg nennt sich ‚Labyrinth verwitterter Sandsteinkuppen‘, da dieser im Laufe der Jahre aus dem Quarzsand und getrockneten Wasser geformt wurde. Die Steine sehen aus wie mosaikartig aufeinandergeschichtete Felsplatten oder wie erstarrte kleine Wellen oder auch haufenweise Pfannekuchen…

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Ein weiterer Höhepunkt ist der Garden of Eden, der wahrhaft paradiesisch im Inneren des Canyons liegt. 600 im Park vertrene Pflanzenarten, darunter auch Feigen- und Eukalyptusbäume sowie Riesenfarne haben hier am Wasserloch Jahrhunderte überdauert. Kleine Kanarienvögel schwirren um uns herum auf ihrem Weg von einer Palme zum nächsten Baum. Kleine Eidechsen huschen an unseren Füßen vorbei oder relaxen in der Sonne. Wir genießen die Ruhe und den Augenblick.

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Als wir am Auto ankommen, erwartet uns eine Überraschung: unser rechter Vorderreifen ist platt wie eine Flunder. Gut, bei 35ºC im Schatten, mitten im Outback, umzingelt von gefühlten 2.589 Fliegen macht ein Reifenwechsel so richtig Spaß.

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