In Town of 1770 (nach seinem Endeckungsjahr benannt) finden wir tatsächlich eine ‚freien‘ Campingplatz, auf dem das Campen mitten in der Natur erlaubt ist. Gemeinsam mit mehren Hippies geniessen wir den Tag. Nicht so komfortabel wie die anderen Campingplätze, aber wenigstens grüßt Jeder freundlich 😉
Wir haben ja bisher meist Positives berichtet, aber an dieser Stelle auch mal ein paar Worte zu dem Aussi, wie wir ihn bisher kennegelernt haben. Die meisten Aussis sind wirklich erst mal nett und wirken relaxt. Sobald sie aber ihr Ziel erreicht haben, sind sie eher ’strict to the rules‘, oberflächlich und nicht selten respektlos. Möchte man beispielsweise sein Essen nochmal warm gemacht bekommen, ist das erstmal nicht möglich. Ist man bereit in die Diskussion zu starten, dann wird es mit viel Glück anstelle im gewünschten Ofen in der Mikrowelle erhitzt. Wenn es dadurch labberig geworden ist, denn eine Mikrowelle arbeitet nun mal anders als der Ofen, dann ist das halt Pech. Entweder man isst es so oder halt nicht.
Interessant ist bspw. auch der Erwerb einer neuen Kamera. Die Firma Cannon bietet momentan eine Bargeldrückzahlung beim Kauf eines neuen Gerätes an. Mehrmalig wurde uns zugesagt, dass das Angebot auch für Ausländer gilt und die Rückzahlung problemlos machbar sei. Nach dem Kauf stellen wir leider fest, dass das Angebot leider nur in den Ländern Australien und Neuseeland funktioniert. Natürlich wenden wir uns wieder an das Geschäft, aber davon will man hier nichts wissen. Das ist jetzt unser Problem. Wir könnten ja problemlos ein Konto eröffnen. Klar, wir haben ja auch einen Wohnsitz in Australien:-o Dinge dieser Art erleben wir hier ständig. Tja, der Aussi ist schon entspannt, er hat ja auch mit nichts etwas zu tun…
Auch mit unserem Camper haben wir in letzter Zeit ja echt eine ganze Menge huddel gehabt, aber zuletzt war er stabil. Nach vielen Gesprächen mit dem Vermieter hat man uns zunächst angeboten auf ein neueres Modell umzusteigen. Ob wir damit allerdings weniger Ärger haben würden, konnte man uns natürlich nicht versichern. Ehrlich gesagt, haben wir auch vom Campen die Nase voll. Es hat ein wenig Überzeugungsarbeit gekostet, aber wir können den Wagen abgeben. Yippieh! Eine positive Entwicklung für uns! 🙂
Einziges Manko, hier ist absolute Hauptsaison wegen der Weihnachtsferien, die man hier am Strand und in der Sonne verbringt. Zunächst buchen wir uns einen Wagen und durchforsten dann das Netz nach möglichen Unterkünften.
Gut gelaunt steuern wir den Airport Brisbane an und dann kommt die böse Überraschung: der gebuchte Wagen ist leider nicht verfügbar, das Angebot wurde vom Anbieter storniert. Alle ’normalen‘ Anbieter wie Sixt, Thrifty, Europcar, etc. sind ausgebucht. Was nun? Der Camper soll weg, unser ganzer Kram ist aber noch darin. Und wenn doch ein Wagen verfügbar ist, darf man ihn nicht mit nach Sydney nehmen. Dort möchten wir jedoch Silvester verbringen. Also buchen wir einen Flug. Hiermit holen wir dann auch ein wenig der verlorenen Zeit wieder auf – Flugzeit: 1,5 Stunden, Autofahrt: 12 Stunden.
Bei einem sehr skurrilen Anbieter werden wir am Ende doch noch fündig. Wir tauschen glücklich unseren 3 Jahre alten Ford Campervan gegen einen 15 Jahre alten Toyota. Vielleicht ein nicht ganz faierer Tausch, aber uns gefällt’s 😉
In unserem Zimmer, einem alten Herrenhaus in der Innenstadt von Brisbane, wo wir uns einquartiert haben, ist auch wieder richtig viel Platz. Top!
Abends genießen wir das Szeneleben von Brisbane. Die Stadt ist lebhaft, die Cocktails lecker und die Aussis durchgeknallt. Als Weihnachtsmänner und Engel oder auch als wandelnder Weihnachtsbaum mit Kugeln und Lametta rocken sie die Bars und Nachtclubs. So ein ausgelassenes Feiern tut uns richtig gut.










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