Als Fans des Regenwaldes, möchten wir natürlich noch länger in ihm verweilen, jedoch werden wir diesmal indirekt dazu gezwungen. Wir starten morgens mit unserem Camper in Richtung Cape Tribulation. Die Fahrt dauert keine 5 Minuten und in unserem Cockpit springt eine orangene Lampe an. Nun muss man dazu sagen, dass dieses Lichtlein ein alter Bekannter ist, denn es war gestern schon einmal an. Auf unserem Weg gestern morgen leuchtete diese Lampe auch auf. Da man so etwas nicht ignorieren sollte, zumindest nicht ohne zu wissen worum es sich handelt, suchen wir erstmal das Handbuch. Wir stellen den ganzen Wagen auf den Kopf und werden leider nicht fündig. Von unserem Cheapa-Agenten erfahren wir später, dass ein Handbuch standardmäßig nicht enthalten ist. Nö, ist ja auch nicht so wichtig. Schließlich gibt es ja eine kostenfreie Notrufnummer. Nur leider funktioniert die internationale Notrufnummer nicht mit einem internationalen Handy. Warum diese denn dann angegeben sei, weiß man in unserer Agentur leider auch nicht, also legt man es ad acta und empfiehlt uns, eine australische Prepaid-Karte zu kaufen.

Was tut man also, wenn man mit dem deutschen Handy keine Hilfe rufen kann? Genau, wir sind ja der englischen Sprache mächtig und fragen einfach in einem Shop nach, ob wir die kostenlose australische Nummer anrufen dürfen. George am anderen Ende der Leitung erklärt uns, dass dies ein unbedingt zu kontrollierendes Problem sei, denn es handelt sich um die Bemsen. Er wollte im Cheapa Büro Bescheid geben, damit Jemand danach schaut. Nur leider leuchtet abends als wir bei Cheapa ankommen, um unser Navi abzuholen und die Glasversicherung abzuschließen, das Licht nicht mehr. Der Agent bestimmt, dass dies nur ein Wackelkontakt sei. Sofern wir nun ohne Blinklicht den Service rufen, dann müssen wir die Kosten schon selbst übernehmen.

Wir warten also die Nacht ab und stehen nun wieder da mit dem blinkenden Licht.

Diesmal rufen wir wieder bei George an, mit dem wir verabreden, dass im nächsten Ort ein Servicemensch vorbeikommt. So verbringen wir in Port Douglas ein paar schöne Stunden mit Café und Karottenkuchen. Der Mechaniker kontrolliert die Bremsen und teilt uns mit, dass diese noch völlig intakt sind und anscheinend nur ein Problem mit der Anzeige vorliegt. Gut, ist uns auch lieber. Da wir nun aber sehr viel Zeit verloren haben, planen wir eine Nacht im Regenwald ein. Wir verlassen den Ort Port Douglas, nachdem wir noch einmal zur klassischen Hochzeitskirche und über den Markt dort geschlendert sind. Der Markt ist nur sonntags geöffnet und es werden individuell gefertigte Waren aus Stoff, Holz und Früchten angeboten. Ingo erwirbt eine Tasche und Mel ist froh nun nicht mehr alles in ihrer Tasche schleppen zu müssen.

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Bei einer Expedition in den Regenwald darf eine Bootsfahrt über den Daintree River nicht fehlen. Unser Guide David erzählt uns viel über das Leben der Flussbewohner. Wir befinden uns in Croc Valley, daher sind hier Krokodile anzutreffen. Das Größte jemals hier gefundene war 8,5 Meter lang. Wir können leider nur ein paar einjährige Babies und den 6jährigen Eric bewundern. Ab dem Alter von 6 Jahren vergeben die Ranger den Krokodilen Namen (anscheinend gibt es nicht allzuviele hier…), denn vorher gehören sie noch zur Risikogruppe. Ein Krokodil legt durchaus bis zu 50 Eier, einige davon sind zumeist nicht befruchtet, viele werden von Vögeln gefressen oder vom Wasser weggespült. Nur 20% der Eier schaffen es bis hierhin. Nach dem Schlüpfen können sie dann Haien oder anderen Krokodilen zum Opfer fallen, denn es gibt Kannibalismus untereinander. Krokodile verstoßen ihre Jungtiere im Alter von 2 Monaten, daher kann es sogar passieren, dass die Eltern ihre eigenen Kinder essen. Schon ein komisches Volk?!

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Den Abend genießen wir bei Live-Musik wieder in Port Douglas. Auf die ganze Aufregung des Tages trinken wir erstmal was.:-)

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Eine Antwort zu „Der Regenwald”.

  1. huhu, beeindruckende Bilder, wenn man hier Mal 5 Tage nicht liest, kommt man kaum noch nach 😉 – die Tauchfotos sind besonders cool, vor allem wie der Fisch die Mel beäugt 😀 – Bussi und bleibt sicher 🙂

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