Zum Weltkulturerbe gehörend zählt Port Arthur zu den geschichtsträchtigsten Orten Australiens. Um 1840 lebten in Port Arthur mehr als 2.000 Gefangene, denn dies war das Gefängnis des Landes. Inhaftiert werden konnte jeder, der das 8. Lebensjahr erreicht hatte, denn damit galt man bereits als erwachsen und sei es auch nur für den Diebstahl eines Laib Brotes. Der Ort wurde mit Bedacht gewählt, denn es gab außer über den Seeweg und damit das offene Meer kein Entrinnen. Versuchten es Gefangene dennoch, so konnten sie sich auf üble Stafen einstellen, d.h. wochenlang nur mit einer Maske über dem Gesicht herumlaufen und außer mit dem Geistlichen durften sie keine Gespräche führen.

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Die Gefangenen wurden jedoch nicht einfach nur eingesperrt, sondern man hat sie zum Arbeiten eingesetzt. Port Arthur hat als einziges Gegängnis sogar Gewinne erwirtschaftet. Durch die Arbeit hat man die Gefangenen gleichzeitig in unterschiedlichen Berufen ausgebildet. Wieder in die Freiheit entlassen, konnten sie sich direkt wieder in die Gesellschaft eingliedern. Was man nicht bedacht hat war, dass mit der Entlassung viele Menschen den gleichen Beruf erlehrnt haben, bspw. als Schuster. Somit standen die Gefangenen in Konkurrenzkampf zueinander. Folglich wurden einige erneut straftätig und wieder inhaftiert. Andere, besonders die Älteren, kamen sogar freiwillig zurück und lebten dann in der Gemeinschaft mit. Sie wurden ‚Old Gentlemen‘ genannt.

Neben der geschichtlichen Seite bietet die Halbinsel noch einige Naturschönheiten, denn die Küsten der tasmanischen Halbinsel sind überwiegend steil und durch die Wellen bizarr geformt. Fauchend bahnt sich die Brandung durch das ‚Blowhole‘ und direkt daneben befindet sich der eindrucksvolle, durch Ausspülungen geschaffene Torbogen ‚Tasman Arch‘. Ein paar Schritte weiter können wir noch die ‚Küche des Teufels‘ bestaunen.

Arch Blowhole

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