Unser letzter Tag führt uns nach Christchurch. Wir steuern als erstes auf das Zentrum zu, da sich dort die Tourismusinfo befindet. Mit der Turisteninfo haben wir hier echt sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Mitarbeiter/innen sind immer echt freundlich und kennen sich gut aus. Da wir ohne Navi reisen (so was geht übrigens auch noch im Zeitalter der Technik. Klarer Vorteil, Karten sind wenigstens auch ohne GPS in den Bergen stabil :-o), benötigen wir auch immer einen Stadtplan zur Orientierung. Übrigens gibt es auch ein Touristenradio. Man stöpselt das Empfangsgerät ins Autoradio, stellt auf den entsprechenden Sender und die Maria erzählt einem dann immer, was es an dem jeweiligen Ort Interessantes gibt. Auf Touristen wird hier viel Wert gelegt. Schließlich stellen sie einen Großteil der Bevölkerung dar. Campervan-Turis sind i.d.R. europäisch, zumeist deutscher Herkunft und die Asiaten fahren in üblicher Manier mit Bussen vor.

Als wir ins dem Cathedral Square in Christchurch nähern, sind wir geschockt. Die Erdbebenkatastrophe liegt zweieinhalb Jahre zurück, jedoch ist es noch so präsent, als wäre es erst ein paar Tage her. Straßen werden repariert, Bauschutt liegt aufgehäuft an den Seiten, viele Häuser sind total zerstört, d.h. Fensterscheiben zerborsten und Fassaden abgebröckelt. Teilweise werden die Häuser durch Stützpfeiler aufrecht erhalten. An vielen Stellen sieht man auch einfach nur planierte, flache Stellen. Es scheint, als wäre man in einer Geisterstadt und die Menschen dort in einem Schockzustand. Man kann nur ahnen, welches Ausmaß das Erdbeben verursacht hat. Wir schlendern ein wenig durch den botanischen Garten, das Canterbury Museum und die provisorisch errichtete Einkaufmall in Containern, da auch diese dem Erdbeben zum Opfer gefallen ist. So sehr man sich auch bemüht, wir sind froh, die Innenstadt wieder zu verlassen.

Musedum Quake City

Mall 1 Mall 2

Nun sitzen wir am Flughafen und lassen unsere Reise durch Neuseeland Revue passieren. Eine Reise, bei der wir 23 Tage durch beeindruckende Lanschaften gefahren sind und 4.200 Kilometer in unserem Campervan zurückgelegt haben.

Nordinsel Südinsel

Ingo: Und, was hat Dir am besten gefallen?
Mel: An erster Stelle steht die Gletscherwanderung, dicht gefolgt vom Milford-Sound. Die Glühwürmchen gehören auf Platz drei, auf vier die türkisen Seen und Flüsse mit den bunten Blumen, mein Canyon-Swing und die Hobbitse waren auch toll. Und bei Dir?
Ingo: Auf jeden Fall der Milford-Sound, dicht gefolgt von der Gletschwanderung auf dem Franz Josef. Der Mount Cook hat mich enorm begeistert, auch wenn er sich in Nebel gehüllt hat. Er ist einfach ein gigantischer Berg mit tollen Formationen, den ich am liebsten direkt erklimmen möchte. Das nächste Highlight der Reise waren die türkisen Flüsse und Seen, zuletzt Auckland, in der als eine der ganz wenigen Städte Neuseelands, Flair und Leben zu finden ist. Viele Dinge waren toll, aber das waren die Beeindruckendsten. Was fällt Dir sonst spontan noch ein?
Mel: Die fantastische Landschaft und die Ruhe. Wer Ruhe sucht ist hier genau richtig. Los ist leider nicht allzu viel. Man kann wunderbar abschalten und die Seele baumeln lassen…..ach ja, die einfallsreichen Briefkästen vor den Holzhäusern, die hier teilweise sogar durch die Gegend fahren. Falls wir also keine schöne neue Wohnung finden, bringen wir uns einfach ein Haus mit 😉

Autotransport

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