Schon von weitem riecht man, dass man bald da ist, denn Schwefeldämpfe liegen in der Luft. Wir haben uns direkt in Roturua einquartiert, so dass wir in den warmen Thermalpools baden können.
Munter geht es daher auf zu Wai-O-Tapu. Das Thermalgebiet erstreckt sich über 18 Quadratkilometer, jedoch kann nur ein kleiner Teil zugänglich gemacht werden, denn zu aktiv arbeitet hier die Erde. Das ganze Gebiet ist übersäht mit Kratern und Seen. Diese haben Namen wie bspw. Donner- oder Regenbogenkrater, Teufelsbad oder Austernteich. Manchmal stellt man sich die Frage, wer diese ganzen Namen eigentlich vergibt bzw. wieviele Dämpfe diese Personen schon eingatmet haben. Vorsichtshalber nehmen wir auch noch einen tiefen Zug und staunen…
Stellenweise sieht es hier aus, als hätte Jemand eine Bombe und hinterher noch ein paar Paintballkugeln geworfen. Die Farbenvielfaltat ist spektakulär: gelb=Schwefel, rost=Eisen, schwarz=Schwefel und Kohlenstoff, grün=Arsensulfide, weiß=Siliziumoxid.
Um 10.15h bricht der Geysir ,Lady Knox‘ aus und schießt seine heißen Wassermassen 15 Meter in die Höhe. Alle Turis – uns eingeschlossen – warten gebannt. Ein irres Naturschauspiel!
Die Aktivität der brodelnden Erde zeigt sich auch in verschiedenen Schlammlöchern, die schmatzend arbeiten und explosionsartig ihren Dreck in der Gegend verteilen.
Viele Stämme und deren Kulturen konnten wir auf unserer Reise schon erleben. Die Thermalquellen in Roturua sind für die Maori heilig, daher findet man viele rund um die Stadt. Im Mitai Maori Village erfahren wir von den Stammesmitgliedern, dass sie sich tàtowieren, um ihre Einstellung in Bezug auf ihren Körper sowie ihre Umwelt nach außen sichtbar darzustellen. Der Häuptling hat bspw. Wellen für Wasser als Zeichen für Stärke auf den Beinen tätowiert. Neben der symbolischen Bedeutung sollen die Tattoos und Grimassen (Aufreißen der Augen und Herausstrecken der Zunge) den Gegner vor allem einschüchtern und abschrecken.











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